Island

Wie man dem Titel schon entnehmen kann, hat es mich in den hohen Norden verschlagen. Meine Fotoausrüstung war im Modus “leichter Rucksack”, weil ich nicht beim Wandern zum Packesel mutieren wollte.

Treuer Begleiter ist mein Rucksack, der auf den Namen Lowepro Flipside 200 hört. Es passt nicht super viel rein, aber die Kamera sowie zwei zusätzliche Objektive sind überhaupt kein Problem. Ein richtiges Stativ wollte ich nicht mitnehmen, also war in der Seitentasche ein GorillaPod von Joby. Aber selbst das habe ich nur einmal genutzt und hätte auch genauso darauf verzichten können.

Ich hab vor dem Urlaub noch mein frisch erworbenes Tamron 10-24 mm (Review) doch gegen das Canon 10-22 mm (Review folgt vielleicht) getauscht, das ich fast die ganze Zeit während der Reise drauf hatte.

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So siehts also in Island aus. Es gibt Berge. Viele davon. Und jeder zweite war mal ein Vulkan. Spaßfakt: Ein Vulkan gilt übrigens als aktiv, wenn er in den letzten 10000 Jahren ausgebrochen ist.

Wenn man vom Berg wieder runterkommt, sieht es übrigens manchmal auch so aus:

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In Wirklichkeit lügen diese Fotos aber vollkommen über die wahre Situation in Island: Es sieht nämlich so aus, als wäre gutes Wetter. Ein solches gibt‘s dort allerdings äußerst selten. Das schreckt aber “den Isländer” nicht davon ab, ins Freibad zu gehen.

“8 Grad, Regen? Lass uns schwimmen gehen.” Als Bewohner Reykjaviks geht man in eins der vielen öffentlichen Bäder mit wohlig warmen Wasser, beheizt mit Geothermie – powered by Mutter Natur.

Wenn man allerdings richtig auf die Kacke hauen möchte, fährt man etwa 40 km raus aus der Stadt und besucht die “Blaue Lagune”.

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Das Wasser ist übrigens wirklich so blau; es stammt aus dem nahe gelegenen Geothermalkraftwerk (man merkt, Geothermie ist ein großes Thema dort), in dem es aus der Erde gepumpt wird, um daraus u.a. Strom zu erzeugen.

Solche 2,5 km tiefen Bohrungen nimmt man übrigens nicht nur in der weit entlegenen Pampa vor, sondern bisweilen auch zwischen Hochhäusern innerhalb der Stadt. Heizung und Strom werden dank dieser Naturvorkommen spottbillig. Eine Kilowattstunde Strom kostet dadurch in Island etwa 4 Cent.

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Man wird sich dessen bewusst, wir mächtig die Naturgewalt ist. An jeder Ecke tritt heißer Dampf aus der Erde oder Wasser durchbricht die Landschaft, um sich einen Weg zu ebenen.

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Manchmal bricht die Erde aber auch komplett auseinander. In oberen Bild ist zu sehen, was passiert, wenn die tektonischen Platten auseinanderdriften.

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Und wenn das Wetter es doch gut mit einem meint, kann man auch einen größeren Berg besteigen. Pech hat man, wenn man - wie wir - oben auf dem Gipfel vom sintflutartigen Regen erwischt wird.

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Schon toll, dieses Island.